Worshop: Die Kunst des Marmorierens

'Spanish Waves'- Handmarbled Paper by Barbrara Kelnhofer

Workshop: Die Kunst des Marmorierens

15. und 16. Mai 2020

Dieser Kurs richtet sich an alle, die sich für Buntpapier aus alter und neuer Zeit interessieren, an Buch- und Papierliebhaber und künstlerisch interessierte Menschen.

Seit Jahrhunderten ist farbiges Papier eines der wichtigsten alltäglichen Gestaltungsmittel in Europa: als Tapeten, als Innenwände von Truhen und Schränken oder als Vorsatzpapiere des Buchbinders. Bis Anfang des 19. Jahrhunderts wurde farbiges Papier in Handarbeit hergestellt. Davon zeugen viele schöne Exemplare aus der Bibliothek der Museen.

Ausgehend von der Betrachtung dieser historischen Beispiele, werden wir uns näher mit der Herstellung von Buntpapieren in traditioneller Marmoriertechnik beschäftigen. Die typischen Marmorpapiere entstehen durch das Aufbringen flüssiger Farben auf einen Marmoriergrund. Über Farbgebung, Farbtiefe und Anordnung ergibt sich ein breites Spektrum von fantasievollen Mustern.

Referentin und Marmorierkünstlerin: Barbara Kelnhofer, Staufen i. Br.
Teilnahmegebühr: 225 € (inklusive Materialkosten)

Weitere Infos unter: www.marbled-paper-arts.com

The Art of Marbling – New Workshops 2020

a stick is used to design the bouquet pattern

THE ART OF MARBLING – (2 DAYS)

This course is suitable for beginners and advanced students.

Course 1:  15 and 16 May 2020
Course 2:  22 and 23 May 2020

Course 3: 29 and 30 May 2020

Course hours: Friday and Saturday, each 11:00-16:00
Course location: Staufen i. Breisgau
Participants: minimum 4, maximum 5
Tuition fees: 225 €. Payable after confirmation of registration.
Enrolments possible from now on.
Please send an email to: abkelnhofer@gmail.com.

Content of the course:
During this course you will learn how to produce coloured paper using the traditional marbling technique. Marbled papers are typically produced by applying liquid colours to a marbling base. A broad spectrum of patterns can be created through colouring, colour depth and arrangement. By laying a paper on the surface, the pattern is transferred once from the surface to the paper.

These classes teach the basic techniques of marbling and offer time and space for independent work.

Sequence of the course:
Day 1:
Presentation of the technique. Brief introduction to the history of marbling and the art of Ebru.
Getting to know and handling of material and tools
„Voices of color“

First practical work
Day 2:
Practicing the marbling process individually
Creation of different patterns: comb marble, wave marble, ‚Flame-Tree‘ pattern, stone marble, snail pattern, peacock pattern
Finishing (waxing, smoothing)
Advice for bookbinding work

Suitable for beginners and experienced students to practice.
More valuable papers can be brought along.
Further information: https://marbled-paper-arts.com/

Das Spanische Wellen Muster – ‚Spanish Waves‘

‚Spanisches Wellenmuster auf feinem ‚Kozo‘-Papier, marmoriert mit Acryltusche.
Spanish wave pattern on fine ‚Kozo‘-paper, marbled with acrylic ink.

‚Spanisches Wellenmuster auf MBM d’Arches Aquarell-Papier, marmoriert mit Acryltusche.
Spanish wave pattern on MBM d’Arches Aquarell-Paper, marbled with acrylic ink.

‚Schneckenmarmor‘ – Snailpatterns

'Schneckenwirbel'
‚Schnecken-Wirbel‘ auf einem Hintergrund aus Steinmarmor. Tusche auf feinem Japanischem ‚Kozo‘-Papier.

Presse

Small Booklets

Barbara Kelnhofer zeigt und verkauft Marmorierkunst in Staufen / Geschäftsraum eigentlich Heimat der Eisdiele „Kalte Sophie“.

STAUFEN. Die Staufener Marmorier-Künstlerin Barbara Kelnhofer hat einen Pop-up-Laden in der im Winter geschlossenen Eisdiele „Kalte Sophie“ in der Staufener Hauptstraße eröffnet. Bis Jahresende zeigt und verkauft sie dort ihre Werke. Es ist Kelnhofer gelungen, drei weitere Papierkünstlerinnen zu finden, die ihre Produkte ebenfalls dort verkaufen. Nicht nur bei der Staufener Lichternacht am dritten Adventswochenende, sondern an allen Samstagen bis Weihnachten führen die Künstlerinnen abwechselnd ihre Techniken vor und laden zum Mitmachen ein.

Jedes Papier, jedes Buch, jede Karte, einfach alles, was im Laden „Papier, Farbe & Schrift“ angeboten wird, ist selbst hergestellt und ein Unikat. Marmorpapier wurde seit Jahrhunderten beim Buchbinden als Vorsatzpapier eingesetzt, um Bucheinband und Buch zu verbinden. Es gleicht einem Schnitt durch Marmor. Zum Marmorieren, der Jahrhunderte alten Technik der dekorativen Papiere, kam Barbara Kelnhofer über die Buchbinderei und ihre Liebe zu alten Büchern. Von ihrem Großvater, einem Buchbinder, hat sie nicht nur die Liebe zu Büchern, sondern auch ein Buch übers Buchbinden geerbt. In dem hat sie Anleitungen und Rezepte gefunden, wie man das Marmorpapier herstellen kann. Barbara Kelnhofer verkleidet und verziert damit große und kleine Bücher, Mappen und Leporelli. „Ich beschäftige mich seit 30 Jahren mit dieser Technik, intensiv seit etwa zehn Jahren. Seit 2016 gebe ich auch Kurse“, sagt sie.

Zwei der anderen Ausstellerinnen, die Freiburger Künstlerin Uschi Rapp-Körner und Cécile Coyez aus Straßburg, haben im vergangenen Jahr einen Kurs bei ihr besucht und inzwischen eigene handwerklich-künstlerisch gestaltete Gegenstände entwickelt. Cécile Coyez fertigt handgebundene Bücher mit Ledereinband und Marmorpapier. Dabei verwendet sie koptische und japanische Stichbindungen, die sehr schön anzusehen sind. Uschi Rapp-Körner bezieht Schachteln und Bücher mit Marmorpapier. Die vierte im Bunde ist Kalligrafin Susanne Böcherer. Sie zeichnet Schriftkunstbilder mit modernen Elementen.

„Die Idee zum Pop-up-Laden entstand, weil ich meine Sachen ausstellen wollte“, sagt Barbara Kelnhofer. „Ich habe mich dann auf die Suche nach Künstlerinnen gemacht, die meinen Stil ergänzen und bin schnell fündig geworden.“ Es gibt ganz unterschiedliche Marmoriertechniken und genau, das mache die Technik für die 58-Jährige so spannend. Die Technik des Marmorierens kam im 16. Jahrhundert aus Persien und der Türkei über Venedig nach Deutschland. Da beim Marmorieren viele Materialien aufeinandertreffen, spielen sowohl chemische als auch physikalische Prozesse eine Rolle. Zuerst stellt Barbara Kelnhofer den Marmoriergrund aus Algenmoos her, das sie in Wasser aufkocht. Nach dem Abseihen entsteht eine ölige Masse, die genau die richtige Konsistenz – nicht zu dick- und nicht zu dünnflüssig – haben muss, damit sie Träger der Farben sein kann.

Kelnhofer benutzt am liebsten selbst hergestellte Farben aus Erdpigmenten. Man kann ebenso Acrylfarben nutzen oder Ölfarben. Jeden Druck mit seinem ganz speziellen Muster gibt es nur einmal. Für einen Druck verwendet sie drei oder vier Farben, die sie mit Ochsengalle versetzt hat. Die Ochsengalle sorgt dafür, dass sich die Farben nicht vermischen, denn nur so können die einzigartig strukturierten Muster entstehen. Heute kann man die Galle beim Künstlerbedarf kaufen, früher musste man sie im Schlachthof besorgen, erläutert Barbara Kelnhofer. Sie bringt die Farben mit Spritzen, Tupfen oder Sprühen auf und fährt mit Kämmen unterschiedlicher Größe, Nadeln und Ahlen durch die Farbschicht. Dann legt sie ein saugfähiges Papier auf. Wenn sie das Papier abnimmt, ist die Farbe komplett aufs Papier übergegangen, ein Mono-Druck ist entstanden. Anschließend kann sie wieder mit neuen Farben arbeiten und neue Muster fürs nächste Papier gestalten. Wenn das Papier getrocknet ist, wird es geglättet und gewachst. „Ich experimentiere ständig mit neuen Techniken, im Sommer habe ich erstmals mit Stoff gearbeitet, mit altem Leinenstoff. Aus dem marmorierten Stoff habe ich Kissen nähen lassen“, sagt die die gelernte Buchhändlerin und Ethnologin.

Die Teilnehmer ihres Fortgeschrittenen-Kurses lernen sogar, Tigeraugen zu machen, runde Ornamente mitten in der fließenden Marmorstruktur. „In Zukunft möchte ich mich mit dem Thema Design beschäftigen und beispielsweise Tapeten, Lampen und andere Raumdekorationsgegenstände entwickeln. In den USA ist das gerade der Hit“, sagt sie und zeigt einen Artikel aus dem New York Times Style Magazine.

Text von Gabriele Hennicke, Staufen. (Quelle: Badische Zeitung vom 26. November 2018)

Papier, Farbe & Schrift

cropped

„Kalte Sophie“ Hauptstrasse 41, Staufen

17.11. bis 31.12.2018 Do.-Sa. 11 bis 18 Uhr

getunkt, gefaltet, gebunden, geschrieben, geformt

Aus den Werkstätten von:

Barbara Kelnhofer, Staufen

Cécile Coyez, Strassburg

Susanne Böcherer, Schliengen,

Uschi Rapp-Koerner, Freiburg

Waltraut Abramowski, Staufen

Papier. Kunst. Wunder.

 

 

PAPIER und BÜCHERFEST in Schloss Vianden – Luxemburg

Muster ziehen

Marbling at Vianden Castle

Schloss Vianden –  Luxemburg  –  PAPIER und BÜCHERFEST

7. & 8.  September 2019 (10h-18h)

seit 2017 wurde das Bücherfest unter der Federführung der ‚Amis du Château de Vianden‘ (in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Our und der ‚Kult’Oureilen asbl‘) zu den

‚VEINER PABEIER- & BÉICHERDEEG‘.

Am Wochenende vom 8. & 9. September dreht sich auf Schloss Vianden deshalb im weitesten Sinn alles um das Thema „Papier“.

Neben dem Verkauf und der Versteigerung von wertvollen und antiken Büchern/Dokumenten steht der Werkstoff ‚Papier‘ im Mittelpunkt Mit zahlreicher Vorführungen und Workshops mit edlen Handwerktechniken: Papierschöpfen, Drucktechniken, MARMORIEREN, Kalligraphie, Buchbinden und Buchillustration, Kreatives aus Papier, uvm.

Ein spannendes und lehrreiches Erlebnis für die ganze Familie! Ermäßigter Eintritt: 4,00 €, Kinder und Studenten gratis.